Montag, 26. Juli 2010

Dominion: Bernd Brunnhofer über das Cover und Privatkopien

Bernd Brunnhofer, Hans im Glück
Das Cover, der Geschmack und Privatkopien

Was gefällt dir am alten Cover?
Die Struktur hat mir gefallen, die Aufteilung des Bildes. Der Inhalt war zu kriegerisch für unseren hiesigen Markt. Die Struktur – sprich die Schrift, wie's aufgeteilt ist – war gut. Die Schrift haben wir allerdings leserlicher gemacht.

Was gefällt dir am deutschen Cover?
Ja, das ist ein Bild, das ist atmosphärisch, für meinen und unseren Geschmack dichter und weniger kriegerisch. Es bringt das mittelalterliche Treiben inklusive Ritter mit Lanze, aber eben nicht ausschließlich Ritter mit Lanze, sehr gut zum Ausdruck. Es ist ein sehr atmosphärisches Bild allgemein ritterlicher Art mit vielen Assoziationsmöglichkeiten.

Gibt es bei der Cover-Grafik einen deutlichen Unterschied zwischen amerikanischem und deutschem Geschmack?
Das könnte ich mir vorstellen, dass es anders gesehen wird, aber da kann ich nur spekulieren. Ich weiß ja nicht, wie die Amerikaner das auffassen, aber ich glaube schon, dass es einen Unterschied gibt. Hier verkaufen – außerhalb einer engen Freakgruppe - sich Spiele mit kriegerischen Cover nicht gut.

Warum ist das Cover von SEASIDE nicht in Deutschland auch von Michael Menzel, sondern von Franz Vohwinkel gestaltet worden?
Es gab keinen Grund, das Bild vom Vohwinkel nicht zu nehmen. Es ist jetzt nicht so, dadurch dass Michael Menzel die Idee hatte, zwei Cover nebeneinander zu stellen, dass das ein Programm ist, das wir ewig durchhalten wollen und auch gar nicht können. Das war eine Idee, die war gut und ist schön. Es muss jetzt aber nicht eine permanente Reihe draus werden. Franz Vohwinkel, den wir natürlich gut 20 Jahre kennen, mit dem wir viel gemacht haben, da gibt’s keinen Grund es nicht zu machen, weil er sicher kein kriegerisches Bild macht.

Und wenn jetzt jemand privat eine kleine Auflage von Karten macht? So wie's bei CARCASSONNE Plättchen in etlichen Privatauflagen gegeben hat ...
Wir haben da eine klare Festlegung, die schaut so aus: Privat, zum Herunterladen, irgendwie zum Zusammenbasteln, Karten, was immer auch, gerne. Trotzdem wir uns auch da vorbehalten, es nicht zu erlauben. Aber kommerziell gefertigt, professionell gefertigt – nein! Egal wer's macht, warum und wie. Professionell kann nicht sein, weil da würden wir Tür und Tor öffnen, für alle möglichen Geschichten. Darum sagen wir da nein. Aber wenn einer sich etwas macht, zum Runterladen, Tod und Teufel … gerne. Mit unserer Erlaubnis. Auch da müssen wir uns vorbehalten, das zu verbieten. Allerdings muss ich ja im Fall von DOMINION dazu sagen – da ist es anders als bei CARCASSONNE – da haben wir die Lizenz von Rio Grande von Jay Tummelson für den deutschsprachigen Raum, da können wir nichts verbieten, nichts gestatten. Letzte Instanz ist immer Jay Tummelson von Rio Grande Games.

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