Sonntag, 30. Mai 2010

Das 150. Montagsspielen (12/2010) am 17.05.2010

Nee! Doch! Jubiläum. Tätääh! Das 150. Montagsspielen im Blog ... und keiner hat's gemerkt. Jedenfalls keiner der anwesenden Montagsspieler. In Wahrheit ist das hier schon unser 638. Treffen, vielleicht sogar schon unser 749. Treffen. Wir Montagsspieler spielen ja schon ewig zusammen. Das allererste Treffen ist deshalb gar nicht dokumentiert, dürfte aber mit an sicher grenzender Wahrscheinlichkeit noch im letzten Jahrtausend stattgefunden haben. Seitdem gibt es eine feste Sitzordnung. Auf den schönen Stühlen sitzen in immer gleicher Reihenfolge: Gregor, Rainer, Herbert und ich. Dazwischen sitzen die Gäste: Auf dem klapprigen Büßerstühlchen vor Kopf.
In all den Jahren haben wir sogar schon einige, wirklich viele, um genau zu sein: vier Mitspieler verschlissen. Einer kam ein Mal und nie wieder, dem waren wir wohl zu unsympathisch. Einer kam ein Mal und dann war ihm der Weg zu weit. Heute fährt er die doppelte Strecke zum Spielen, da spielen wichtigere Leute.
Da war Christian, ein alter Freund und ein immermalwieder Münsterländer. Mensch nicht Hund! Als es ihn vor Jahren beruflich zurück ins Münsterland verschlug, stand er bei uns auf der Matte und wurde mit offenen Armen aufgenommen. Schließlich kannten wir ihn als verlässlichen Mitspieler. Dass er – wie Gregor – in die Kategorie der Denker und Grübler gehört, störte uns nur bei Kartenspielen. Dann brauchte Christian immer doppelt lange, sich für die richtige Karte zu entscheiden. Christian ist aber schon lange wieder nach Süddeutschland entschwunden. In Essen taucht er aber weiterhin regelmäßig auf.
Dann unser Jüngster: Hendrik ... Nesthäkchen und kaum halb so alt wie Herbert. Hendrik haben wir im lokalen Spielwarenladen aufgegabelt. Er wurde uns als kompetenter Spiele-Erklärer empfohlen. Den Erklärerjob machte er dort immer vor Weihnachten. So einen Profi nehmen wir doch gerne. Hendrik hielt uns bis zum 57. (dokumentierten) Treffen die Treue und hat sogar auch ein paar Artikel für Fairplay beigesteuert. Jetzt ist er Insulaner, spielt dort lieber mit seiner und einer viel, viel jüngeren Altersklasse. Er ist der Mann, der für massenhaften spielenden Nachwuchs sorgt. Natürlich ist der Nachwuchs nicht leiblich, der Mann ist Kindergärtner.

Tom ist seit dem 128. Treffen dabei. Wenn er nicht gerade Interessantes aus seinem Leben erzählt, spielt er uns regelmäßig in Grund und Boden. Er hat's raus, jeden noch so kleinen Fehler, jede noch so kleine Unachtsamkeit in seinen Vorteil umzuwandeln. Wenn er mitspielt, sind wir auf der Hut, spielen viel konzentrierter und … verlieren trotzdem. Jedenfalls ich! Nur Herbert zockt ihn dann und wann ab. Dann grinsen wir Loser gerne hämisch. Tom hat eine Vorliebe für komplexere und anspruchsvolle Spiele, damit kommt er beim Montagsspielen nicht immer auf seine Kosten.

Neuester Zugang ist Michael, der sich auf einem von ihm veranstalteten öffentlichen Spieletreffen selbst eingeladen hat. Wir waren zunächst überrascht, haben aber gerne zugesagt. Er spielt seit dem 135. Treffen so ungefähr alle vier Wochen mit. Er bevorzugt eher Spiele mit kurzen Regeln. Michael erfasst jedes Spiel recht schnell, nicht nur spielerische Leichtgewichte. Erst lernt er von uns die neusten Neuheiten, dann schickt er uns auf die Verliererstraße. So einer wie er bringt die alte Ordnung zum Wanken.

Wir spielen nur EL PASO, zu mehr sind wir heute aus gegebenem Anlass nicht in der Lage. Ist schließlich Jubiläum, aber keiner hat's gemerkt.

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