Dienstag, 29. September 2009

+ Tobago

Auf .:Doppel:Spiel:Kritik:. gibt es ebenfalls eine umfangreiche

TOBAGO von Zoch

Reduktion statt Deduktion

Vier Schätze sind auf der Insel versteckt. Eigentlich sind es sogar mehr, aber nur nach vier Schätzen wird gleichzeitig gesucht. Um Hinweise auf den genauen Fundort zu erhalten, spielt man Karten aus: Der schwarze Schatz findet sich nicht an der Küste … Der weiße Schatz liegt nicht im Gebirge. Die Insel ist zu groß, weshalb der Fundort näher eingegrenzt werden muss. Mehr Hinweise müssen her. Jeder, der sich an der Schatzsuche beteiligt, erhält auch seinen Anteil an dem Schatz. Allerdings muss sich einer die Mühe machen, mit seinem Geländewagen das letzte, eindeutig bestimmte Schatzfeld anzusteuern. Erst dann wird der Schatz tatsächlich gehoben und aufgeteilt.
Ersteinschätzung: TOBAGO ist toll aufgemacht, die Insel wird für jede Partie aus drei doppelseitig bedruckten Teilen zusammen gebaut und mit drei Palmen, drei Statuen von den Osterinseln und vier Hütten aufgehübscht. Die Schatzsuche ist viel weniger Deduktion denn Reduktion. Die Fundorte werden eingegrenzt, immer mehr potenzielle Fundorte ausgeschlossen. Das stellt uns ein bisschen vor Probleme, die „richtige“ Karte zu spielen. „Richtig“ bedeutet: Nicht im Widerspruch zu bereits ausliegenden Karten, und mindestens ein Standort muss ausgeschlossen werden. Was bedeutet: Mindestens ein Hinweisstein muss entfernt werden. Das ist nicht ganz so banal, wie man vielleicht denkt, denn die Hinweiskarten erschließen sich nicht auf Anhieb. Man muss sie schon richtig lesen und sinnvoll anwenden können.
Wir haben es dann doch gemeistert, wir haben Schätze heben können … und anschließend verteilt. Das ist ganz raffiniert gelöst. Jeder, der mindestens eine Hinweiskarte beigetragen oder als Fahrer des Geländewagens den Schatz gehoben hat, bekommt für jeden Hinweis eine Schatzkarte (Werte von 2 bis 6); eine weitere wird ungesehen dazu gelegt. Das Kartenpäckchen wird gemischt und der Reihe nach – beginnend mit dem „Schatzheber“ - offen zugeteilt. Wem der Schatz nicht lukrativ genug ist, reicht ihn an den nächsten weiter. Wer zuerst eine Hinweiskarte gespielt hat, bekommt die schlechteste Auswahl. Die ersten Hinweise waren wohl zu vage.
Das ist ansich gut gedacht, wenn man nicht doch stark gebeutelt werden könnte. Zwei Totenkopfschatzkarten sind unter allen Schatzkarten. Wird ein Totenkopf aufgedeckt, verlieren alle, die noch auf ihre Schatzzuteilung warten, ihre höchste Schatzkarte. Der verfluchte Schatz! Es wird nix mehr verteilt. Da kann das Pech gnadenlos, weil hinterrücks zuschlagen. Dagegen helfen übrigens Amulette, die es sich unbedingt lohnt einzusammeln. Sind wirklich gut … niemals nicht nehmen!
Gewinner: Es sei denn, man heißt Gregor. Er hat nie einen Schatz gehoben, nie seinen Landrover bewegt und deshalb auch nie ein Amulett geborgen. Gregor spielt Hinweiskarten und sahnt bei jeder Schatzverteilung richtig ab, ohne jemals auf einen Totenschädel zu treffen. Ein echter Masselfreier, wie wir Münsteraner auf Masematte sagen. Während der Partie macht Gregor sonst nix, findet das Spiel aber genau deshalb zu glücksabhängig und insofern auch nicht gut. Uns anderen gefällt es denn doch besser, aber es stimmt schon: Glück bestimmt das Geschehen auf TOBAGO. Gregor holt 31, Rainer 24, ich 21 und Tom nur 14 Punkte.

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